Bist du eigentlich nachhaltig?

Shownotes

Themen dieser Folge

  • Die Herkunft des Begriffs Nachhaltigkeit -- Hans Carl von Carlowitz (1713)
  • Brundtland-Bericht 1987: die drei Dimensionen ökologisch, sozial, ökonomisch
  • Ländervergleich: DACH (3,6-3,8 Erden), Bhutan, Costa Rica, Norwegen
  • Konsum, Luxus und das Mindset-Problem -- vom SUV bis zum Kreuzfahrtschiff
  • Klimaresilienz als Wettbewerbsvorteil für Unternehmen
  • Individuum vs. Struktur: Konsument und Bürger
  • Verzicht oder Umdenken? Die philosophische Kernfrage

Kapitelmarken

  • 00:00 -- Intro
  • 00:38 -- Einstieg: Bist du nachhaltig?
  • 02:10 -- Was bedeutet Nachhaltigkeit wirklich?
  • 09:45 -- Wie viele Erden brauchen wir?
  • 18:20 -- Konsum, Luxus und das Mindset-Problem
  • 24:10 -- Was bringt individuelles Handeln?
  • 29:50 -- Verzicht oder Umdenken?
  • 34:50 -- Vorschau nächste Folge

Über die Gesprächspartner

Dr. Sven Breunig ist Gründer der Solvaterra GmbH. Als Unternehmer stellt er die Fragen, die viele denken, aber selten laut aussprechen.

Website: www.solvaterra.com

Sönke Eckl-Henningsen ist Gründer der VisionAlpin GmbH, einem Beratungsunternehmen für Nachhaltigkeitskommunikation und Storytelling im DACH-Raum.

Seine These: Nachhaltigkeit scheitert nicht an fehlenden Daten. Sie scheitert an fehlenden Worten.

Website: www.visionalpin.at

Nächste Folge

War früher nachhaltiger? Dr. Sven Breunig und Sönke nehmen die Vergangenheit unter die Lupe.

Transkript anzeigen

00:00:07: Nachhaltigkeit ist zum Glaubensbekenntnis geworden und genau das ist das Problem.

00:00:12: Bei

00:00:13: nicht nachhaltig

00:00:14: nehmen wir die heiligen Kühe der grünen Bewegung an die Leine, keine Parolen, keine Panik – nur unbequeme Fragen!

00:00:52: würde ich sagen, nein.

00:00:53: Ich bin nicht nachhaltig.

00:00:54: Wenn es aber darum geht, dass sich ein Manset habe darauf zu schauen was meine Ressourcen sind die ich verbrauche und diese auch intelligent zu nutzen, würde ich schon sagen.

00:01:04: Ich achte schon drauf das ich im Winter nicht übermäßig viel heize oder dass ich das Fenster nicht offen halt wird wenn's nicht sein muss oder Produkte kaufe wo ich weiß in der Saison nachhaltig sind, sei es jetzt ich kaufe im Winter keine Bananen.

00:01:18: Das macht keinen Sinn weil da weiß ich ganz genau dass diese Bananien einen großen Fußabdruck haben bis sie im Winter nach Österreich kommen, im Sommer wahrscheinlich auch aber das ist halt nicht sinnvoll.

00:01:28: Ja du erklärst jetzt ja recht viel.

00:01:30: was wäre denn jetzt so?

00:01:32: die direkte Antworten?

00:01:33: Ja oder nein?

00:01:34: Ich würde sagen ja.

00:01:36: Würde sagen ja!

00:01:37: Weil das hat mich auch schon gemerkt um...es ist doch recht emotional.

00:01:41: dort ist irgendwie...so kam mir das zumindest vor, da ich so ... das Gefühl gehabt, dich rechtfertigen zu müssen.

00:01:48: Wo vielleicht nicht?

00:01:49: Eingeständnisse machen da vielleicht schon... Aber du willst es ja sein!

00:01:53: Also das habe ich da zumindest auch rausgehört.

00:01:55: Du willst nachhaltig sein.

00:01:56: Es ist schon mein Ziel nachhaltigt sein.

00:01:58: Das ist mir wichtig und das ist vielleicht auch eine innere Haltung die ich habe.

00:02:02: Mir ist es wichtig nachhaltiger zu sein und dem Planeten nur das zu entnehmen was auch wieder nachwächst.

00:02:09: Was ich generieren kann

00:02:11: Treffst du eigentlich schon nagel auf den kopf.

00:02:13: ich habe nämlich uns massiv gut vorbar mich massif gut vorbereitet auch die folger und einfach mal geschaut was nachhaltigkeit bedeutet und da wirst ihr irgendwie blöd.

00:02:24: das sind ja unglaublich viele teildefinitionen wird.

00:02:27: es ja auch angesprochen hat dass zu zwei hier dann vielleicht wasser dar und sonst wars.

00:02:32: aber Eines, was ich persönlich recht gut fand war irgendeine Definition aus den Achtzigern.

00:02:38: Wo es sinngemäß heißt das nachhaltiges Handeln?

00:02:41: jenes ist dass wenn die Bedürfnisse die Ich befriedige nicht Nachfolgen der Generation daran hindern diese bedürfnisse ebenfalls zu befriedigen.

00:02:51: also mir ist als Beispiel Wir haben Island eingefallen.

00:02:55: Nicht nachhaltig, weil da wollten halt damals ein paar Leute Schiffe bauen und die Wälder abgeholt sind.

00:03:00: Und jetzt steht kein einziger Baum heute.

00:03:02: Das war nicht nachhaltlich, weil jetzt die Nachfälligen Generationen einfach keine Schiffe bauen können also sie könnten das gleiche Bedürfnis nicht befriedigen.

00:03:09: Würdest du unter dieser Definition deine Antwort ändern oder bleibt die?

00:03:16: Sie bleibt!

00:03:17: Weil ich glaube dass diese Definition sehr abstrakt ist.

00:03:21: Sie lässt wahnsinnig viel offen und es gibt da keine, nicht so ein Feste.

00:03:26: Natürlich kann man jetzt neutral betrachtet oder objektiv betrachtet sagen wenn ich das mal als nackte Wahrheit nehme würde ich wahrscheinlich keinen Verhalten als nachhaltig darunter subzimieren können weil ich immer etwas entnehme.

00:03:40: und man muss natürlich einen Zeitraum sich anschauen wo der Planet was zurückgeben kann, was nachentwickeln kann.

00:03:47: Es ist ja auch so, dass diese ... Du hast ja die Bruntland-Definition jetzt da fast zitiert.

00:03:53: Wenn du das sagst?

00:03:54: Ja genau!

00:03:55: Du hast es jetzt zitiert aus dem Jahre ... ... und ich habe tatsächlich auch nachgeschaut.

00:04:00: Die wurde damals auf einen Gedanken heraus, also gestartet hat er sehr viel früher.

00:04:06: Da gab's den Karl von Karlowitz ein deutscher Forstwirt der damals schon gesagt hab oder eine Verordnung gelassen hat man darf nur so viele Bäume abfällen wie in diesem Zeitpunkt auch nachwachsen können.

00:04:20: Also man darf nur das entnehmen, was tatsächlich auch wieder zurückkommt und da ist ja eine Spanne, da waren schon die ersten Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit um siebzonder dreizehn rum und darauf aufbauen kam dann diese Bruntland-Theorie und das ist ja auch nicht der letzte Schluss.

00:04:33: mittlerweile gibt es ja die SDGs, die sind siebzehnte die EU bzw weltweit die Vorgabe gibt oder die Definitionen gibt, was ist Nachhaltigkeit.

00:04:43: Also auf welche Bereiche konzentrieren wir uns?

00:04:45: Welche Bereiche schauen wir an um diese Definition nachhaltigkeits zu bringen?

00:04:51: und da geht es ja um soziale Normen, da geht's um ökonomische Themen, da gibt es ein ökologisches Thema, da wird bis hin zur Ausbildung von Menschen also der Wissenstransfer ... wird das ganze Bild schon etwas klarer.

00:05:06: und wenn ich mit diesen Themen anschaue, da geht es ja immer um einen ... ... Achtest du darauf?

00:05:12: Darauf dass das wiederum schon die Denachhaltigkeit nachsagt.

00:05:17: Nicht summiert zu schauen, so viel CO² ist reingegangen also ein gewisser Teil CO²... ... ist reingegangen und das habe ich aber auch dem Ganzen wieder entzogen und damit bin ich netzero.

00:05:29: Das ist nicht das Ziel was dort vorgegeben wird.

00:05:32: Okay nee... D ich und sind sicherlich auch Ziele, die man alle irgendwie anstreben erfüllen sollte et cetera.

00:05:41: Nur kommt mir jetzt natürlich vor dass wir in der jetzigen Gesellschaft hart daneben gegriffen haben.

00:05:47: Entwicklung Klima aber nicht nur Klimasinn auch einfach Bevölkerungswachstum oder Flächenversiegelung usw.. Alles Themen, die mit dem Begriff Nachhaltigkeit immer irgendwo verknüpft sind.

00:06:00: Ich bin ja ein einfaches Gemüt oder das im Jahr siebzehn Parameter viel zu komplex ist.

00:06:04: es schafft mein Gehirn gar nicht.

00:06:06: Du hattest in irgendeinem Gespräch letztens mal was auch gar nicht mehr wie das heißt aber da ging's darum wieviel Erden man verbraucht.

00:06:13: wenn jetzt also zur kleinen Einordnung wir... Wenn wir von unsprechen meinen wir glaube ich hier den deutschsprachigen Dachraum aufgrund von Herkunft, Wohnsituation etc.

00:06:25: Einfach Dachraum und da habe ich mal nachgeschaut wie viel Erden wir dann brauchen würden wenn jetzt quasi jeder wie in der Dachregion leben würde und da kam glaube ich irgendwie raus dreieinhalb Erden oder sowas wenn jeder ein Deutscher oder eine deutsche Leben würde.

00:06:42: drei Komma acht für Österreich Aber trotzdem, im Schnitt brauchen wir drei Erden.

00:06:51: Wenn jeder so leben würde wie in der Dachregion und das Gorile ist unser Umweltverständnis, unser Nachhaltigkeitsverständnis – es ist ja brutal hoch!

00:06:59: Also wir setzen uns sehr zieler und alles muss bio-, öko-und umweltverträglich und sonst was.

00:07:06: Und doch sind wir bei drei Erdens im Snitt.

00:07:09: Das heißt... im EU-Schnitt, ja da sind wir halt irgendwie so in der Mitte beziehungsweise ein bisschen höher bei den Industrienationen.

00:07:16: Da sind wir auch relativ vorne mit dabei.

00:07:18: also wie wir verbrauchen unglaublich viel wenn man mit CO zwei mit Energie mit Wasser mit Landfläche und so weiter alles handieren würde das beißt sich irgendwo.

00:07:29: wie kommt es einfach zu diesem krassen Widerspruch dass Denken wir sind mega nachhaltig unterwegs.

00:07:36: Aber wenn man quasi jetzt diese Metrik anschaut, wie viel Erden wir brauchen würden?

00:07:40: Wenn wir mit unserem Umweltverständnis skalieren würden, dass wir da so eine Differenz haben.

00:07:47: Sehr spannende Frage!

00:07:49: Ich glaube das kann man nur beantworten, wenn man sich das ganze Gesamtsystem anschaut.

00:07:55: Wir haben natürlich einerseits die Politik, die eine treibende Kraft dahinter ist Nachhaltigkeit voranzutreiben Aber bei Weitem nicht so weit ist, wie wir sein könnten oder sein müssten.

00:08:08: Um eben unsere Ziele zu erreichen, diese Planetaren Grenzen das zu diesem Earth Overshoot Day gehört den du besprochen hast also angesprochen hast.

00:08:16: Ja genau, ja.

00:08:18: Ich glaube Juli bereits diesen Earth Obershoot Day erreicht oder Juni schon erreicht gehabt.

00:08:23: ich glaube der ist schon vorbei.

00:08:26: Das heißt bis zum Juni haben wir noch auf sagen wir auf normaler Ebene gelebt, ab Juni leben wir auf Kredit.

00:08:34: Das heißt da nehmen mehr als das was die Erde quasi der Planet zurückgeben kann.

00:08:40: Die Politik hat Vorgaben die von der EU kommen und die Politik hat natürlich auch ein emotionales Thema was so eine Bevölkerung vom Bevölkerungs Teilen kommt.

00:08:49: aber die ist bis zum gewissen Punkt natürlich immer noch ein bisschen Lobby getrieben Also die Lobby, die versucht natürlich dort die Wirtschaft am Laufen zu halten und das was wir jetzt umsetzen weiter und umsetzten können.

00:09:01: Aber das ist halt das falsche Ziel.

00:09:03: Ja aber du hast dir selbst gesagt jeder Einzelner kann ja natürlich auch schon etwas machen.

00:09:07: Das heißt ich kann ja für mich als Individuum entscheiden okay mir völlig egal was Politik oder Lobby sagen.

00:09:14: Ich möchte keiner drei Erden verbrauchen.

00:09:17: Absolut!

00:09:19: Da sind wir hier beim emotionalen Thema weil unter dem Strich Es ist ja so, dass natürlich kann jeder einzelne was machen.

00:09:25: Wenn jeder einzelnen etwas vorlebt, was sich einer andere dann auch irgendwie oder jemand anderes aussehen kann und es vielleicht auch nachlebt oder vielleicht auch ein schlechtes Gewissen bekommt und glaubt jetzt muss er was tun weil jemand anders das tut.

00:09:35: Das ist natürlich in einem sehr kleinen Bereich und in Summe gesehen wird es nicht wahnsinnig viel bringen wenn Einzelne was macht.

00:09:42: aber allein die Änderung des Mindsetters würde dazu führen, dass andere zum Undenken kommen und das ganz was größeres wird.

00:09:47: Dass wir das Treueffekt haben wodurch viele Änderungen entstehen können Glaub ich.

00:09:54: Ja, na ja, ich mein sagen wir's mal so... Es ist jetzt nicht so dass ich fünfmal am Tag Fleisch esse und dreimal irgendwie ultra fast Fashion an sie

00:10:02: etc.,

00:10:03: trotzdem glaube ich das wir hier eigentlich kaum nachhaltig leben können einfach weil unser Lebenstandard zu hoch ist.

00:10:13: Ich

00:10:13: hab mir immer drei, also ich habe drei Länder gefunden weil nachdem ich die Statistik gesehen habe mit Wir brauchen im Schnitt drei Erden.

00:10:20: Aber ich mich natürlich gefragt, gibt es denn Länder die keine drei Erden brauchen?

00:10:25: Einfach um nach einem Best Practice zu schauen.

00:10:27: Dass man sieht, ah okay dieses Land braucht nur eine Erde.

00:10:31: wie schaut's in dem Land aus?

00:10:32: können wir das auch so machen?

00:10:34: und so weiter?

00:10:34: dass man einfach von den besten lernt ist ja mehr das Problem.

00:10:37: jeder glaubt er muss das Rad selbst neu erfinden.

00:10:39: man kann hier einfach nun mal über die Grenzen schauen wo es denn funktioniert und dann einfach kopieren.

00:10:44: also ist ja was Gutes.

00:10:46: Und ich habe tatsächlich drei Länder gefunden, die ich besonders spannend fand.

00:10:50: Die aber auch sehr skurril sind.

00:10:52: Das eine wäre Kuba.

00:10:53: Kuba braucht tatsächlich eine Erde!

00:10:55: Also wenn jeder so leben würde wie ein Kubaner oder Kubanerin dann brauchte man nur eine Erde.

00:11:01: Aber das Problem ist natürlich... Oder was heißt das Problem?

00:11:06: Ein Grund der da genannt wurde war die eigentlich fast geschlossene Kreislaufwirtschaft.

00:11:12: Autos werden eher repariert weil ja klar kann er bauen.

00:11:16: Man hat dann eher wieder Zugtiere bei der Landwirtschaft genommen, Stadtmaschinen weil naja mit Öl ist halt schlecht und so weiter.

00:11:22: das heißt aus der Not heraus und aus dem Mangel ist man jetzt nachhaltig geworden.

00:11:30: Ist jetzt die Frage könnte man sowas zu uns adaptieren?

00:11:33: Wohl kaum!

00:11:34: Wahrscheinlich würden die Leute die Idee kommen, alles zu reparieren.

00:11:37: Also Fahrräder vielleicht?

00:11:38: Das gibt ja auch immer im Ort irgendwo so eine Fahrradbörser wo dann die Fahrräter repariert werden können gratis oder dass man Geräte irgendwie hinstellt und dann gibt es irgendeinen alten Mann im Ort der ein Radio reparieren kann und so weiter finde ich superklasse.

00:11:51: aber damit sie einen Impact hatten müsste das halt ganz anders skalieren.

00:11:54: absolut und wir wissen da beide Der deutschsprachige Raum ist ein Autoverfechter und ein Verbrennerverfechter.

00:12:03: Jeder hat ein Auto, jeder muss ein Auto fahren.

00:12:05: Wir sind in der Technologie offen?

00:12:07: Wir sind technologieoffen beziehungsweise vielleicht auch stückweit faul weil man eben nicht aus Radl aufs Radl wechselt wenn es möglich ist.

00:12:20: In Kuba schaut's ja schon anders aus da wird ja das Ein-Auto... Keine Ahnung ich kann die Zahl nicht aber ich nehme an zwanzig Bewohner auf ein Auto kommen und Österreich, Schweiz Deutschland wird wahrscheinlich jetzt zwei Autos auf eine Person kommen oder so.

00:12:34: Keine Ahnung, die Katizanis müssen wir nachstellen,

00:12:36: aber ich glaube auch dass es da so ein Familienauto gibt.

00:12:39: Ja, ja.

00:12:41: Bohnst du aus den Schuhen?

00:12:42: Aber ich glaub' wir sind ihr der Einzelfall.

00:12:46: Nee fix!

00:12:47: Also wie gesagt, da kam mir vor ist das eher so aus der Not raus und nicht... Wir würden gerne, ich könnte mir vorstellen hätte Kuba die Möglichkeit zu konsumieren, hätte kuba einfach den Zugang zur Energie, zu Öl oder dies zu jenem.

00:13:04: Ich will da nichts unterstellen aber wahrscheinlich werden die dann auch nicht mehr bei einer Erde sondern eben drüber weil das korreliert anscheinend sehr stark einmal quasi der Wohlstand eines Landes und auch die Lebenserwartungen wird ja quasi immer sehr gerne miteinander verglichen.

00:13:21: und da hat man gesehen je weniger Erden jemand braucht also ein Land braucht Desto niedriger ist oft die Lebenserwartung und desto höher ist auch das Armutspotenzial.

00:13:32: Das heißt, man müsste sich im Umkehrschluss fast denken okay wenn wir mit dieser Metrik nachhaltiger leben wollen müssen wir quasi eine niedrigere Gesundheitsversorgung oder schlechtere Gesundheits Versorgungen oder höhere Armut in Kauf nehmen aber will natürlich auch keine.

00:13:51: Das war nämlich das zweite Beispiel, ein super interessantes Land hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm.

00:13:56: Die sind sogar nicht nur net zero, wenn es um CO² geht.

00:14:00: Sondern die sammeln sogar mehr CO² als sie verbrauchen einfach weil die knapp siebzig Prozent unter Naturschutz gestellt haben an Bewaldungen und geben da richtig Vollgas.

00:14:10: aber relativ arm ist denen auch egal, weil die eher auf ihr Wohlbefinden-und-Glückindex glaube ich irgendwie schauen Und nehmen dafür aber auch in Kauf dass ihre Gesundheitsversorgung bei weitem nicht mit dem einen Industrienation irgendwo mithalten kann gerade in Spezialversorgungen.

00:14:27: Auch da könnte man hingehen, wenn man wiederum Komfort-, Gesundheit und auch ein bisschen Luxus natürlich absteichen würde.

00:14:36: Jetzt würde ich aber sagen bevor du dein drittes Land jobst, würde ich bis zu einem gewissen Punkt widersprechen.

00:14:46: Weil Nachhaltigkeit ist ja nicht nur die Betrachtung von Klimagasen, die imitiert werden oder der Verbrauch von Flächen, oder Landverschwendung und so weiter.

00:15:01: So eine Nachhaltigkeit als Oberbegriff bedeutet ja auch eine gute Krankenversorgung ein Sozialsystem was systemes funktioniert ebenso auch Bildung Und die siebzehn STGs.

00:15:17: das sind genau die Punkte die nachhaltigte definieren.

00:15:20: Das heißt wenn ich das unter diesen Betrachtpunktsätze haben die natürlich wahnsinnig viel für unser Klima getan oder für den Planeten getan, aber sie leben nicht nachhaltig.

00:15:30: Nachhaltigkeit ist eben mehr als

00:15:32: das.".

00:15:34: Ja... Aber so ein klassischer Elternspruch?

00:15:38: Man kann halt nicht alles haben!

00:15:41: Aber darum geht es ja nicht.

00:15:43: Wir wollen ja alles haben, das

00:15:44: ist ja das.

00:15:44: Das ist der Punkt!

00:15:45: Genau wir wollen alles haben und wollen auch rüber werden.

00:15:48: Möglichst gesund wenn uns irgendwie die kleine C-Pieks dann wollen wir sofort zum Arzt eingeflogen werden

00:15:54: etc.,

00:15:55: aber nachhaltig soll schon irgendwo auch sein.

00:15:57: Genau und das ist halt der Punkt den Maßstab zu finden was ist nachhaltiger und was entnimmt mehr als wir zurückgeben können?

00:16:10: Das muss man sich halt anschauen.

00:16:11: Oder das ist eben das, wo ich sage, bin ich nachhaltig?

00:16:15: Ja!

00:16:16: Weil in meinem Möglichkeiten als Private jetzt zu Hause, dass Tour was möglich ist.

00:16:22: Wenn ich jetzt unendlich viel mehr Geld zur Verfügung hätte, würde mein Zuhause anders ausschauen.

00:16:28: Da wäre auch noch Nachhaltiger.

00:16:30: Aber wenn ich jetzt mehr Geld ausgeben würde, als ich hätte, dann würde ich das Sozialleben meiner Familie gefährden und das wäre nicht nachhaltiges.

00:16:39: Das ist richtig, genau.

00:16:41: Wie heißt eigentlich unser Podcast?

00:16:45: Nicht nachhaltig!

00:16:48: Ich wollte zum mal getropt haben.

00:16:50: Achso ja an der Stelle herzlich willkommen.

00:16:52: Herzlich Willkommen an alle Hörerinnen und Hörern.

00:16:57: Dann lass mich noch kurz das dritte Land dropen weil das schließt nämlich genau da an würdungs gesagt dass man müsste quasi den Kompromiss anschauen und ergibt es tatsächlich ein land um das jetzt nicht Sonderlich arm ist, sondern schon irgendwo so ein bisschen zur Industrienation gehört.

00:17:12: Wo auch die Lebenserwartung sich mit der in den USA – wobei denen natürlich auch nicht das Beste ist – trotzdem messen kann und trotzdem relativ wenig Erden braucht.

00:17:24: Costa Rica!

00:17:27: trotzdem braucht Costa Rica, eins Komma fünf Erden.

00:17:31: Das heißt selbst wenn man sagt wir gehen in Kompromiss ein, mal schaut auf Natur, man setzt viel unter Naturschutz, man will aber trotzdem eine gute Krankenversorgung

00:17:40: etc.,

00:17:41: dann ist man immer noch über dem was eigentlich geht wobei man natürlich sagen muss einen Verbrauch von drei Kommas sechs bis drei Komma.

00:17:50: acht Erden mit Deutschland Österreich und anderthalb Erden.

00:17:53: das ne andere Hausnummer überhaupt keine Frage.

00:17:56: Aber trotzdem würde man nicht auf eins oder auf Null Komma Neun oder Null Kommen Acht kommen, wenn man den Kompromiss eingeht.

00:18:03: Also es sind glaube ich eben unfassbar viele Stellschrauben die man alle nicht außer Acht lassen darf und vielleicht kommt da auch so ein bisschen der Irrglaube von Dachbewohnern her dass man sagt okay Ich habe ja jetzt in diesem Bereich haus nur mal weniger Fleisch gegessen Fotovoltaik auf dem Dach oder sonst was und deswegen bin ich nachhaltig.

00:18:27: Und am Strich, also im wirklichen großen Netto sind wir es wahrscheinlich nicht weil wir einfach zu viele moderne, luxuriöse... Also in unseren Augen Standard aber global gesehen doch luxuriöser Annehmlichkeiten haben dass wir da irgendwo anstehen.

00:18:44: Gebe ich dir recht?

00:18:46: Sehr wahrscheinlich!

00:18:46: Es ist natürlich rein von der Psychologie her schwierig jemand etwas wegzunehmen das er bereits hatte.

00:18:53: Luxus oder auch eine Erleichterung des täglichen Lebens und von seinen Ansprüchen wieder runter zu gehen, ist natürlich schwierig.

00:19:03: Dennoch ist es das Ziel und das ist das was wir brauchen.

00:19:08: und wenn ich jetzt vom Dachraum etwas nördlicher gehe und in skandinavischen Raum gehe gibt es ja schon viele Beispiele die... Ich kenne jetzt die Erde nicht, die jetzt in Schweden verbraucht werden oder denemark aber dort gibt's ja mehrere Beispielen bereits sehr positiv sind, wie zum Beispiel das Verwenden von Verbrennern.

00:19:27: Ja ich glaube Norwegen ist mittlerweile fast ausschließlich in der Elektromobilität unterwegs was sicherlich fürs Land wahnsinnig viel bringt insbesondere weil dort natürlich viel Strom auch grün hergestellt wird durch die Wasserkraftmöglichkeiten die dort saßend und dass es aber auch nur packbar gewesen bei den Bevölkerung da untereinander ein sehr großes Vertrauen zueinander hat und die sehr nah beieinander leben.

00:19:54: Muss er bei der

00:19:54: Fairness dazu sagen, dass Norwegen halt auch nur deswegen so reich ist und sich diese Annämligkeiten leisten konnte?

00:20:00: Weil damals und ich glaube immer noch unfassbar viel Öl exportiert wird.

00:20:07: Ist das so?

00:20:08: Ja sicher also Öl aus der Nordsee wird ja von Norwegen rausgepumpt ohne Ende.

00:20:15: Spannend!

00:20:17: Weil anders kann man sich es ja dann irgendwie nicht leisten zu sagen, okay.

00:20:20: Gesundheitsversorgung, Schulwesen

00:20:22: etc.,

00:20:23: nee, das kostet euch allen nichts und in die EU wollen wir nicht den Wirtschaftsraum schon und bezahlen wäre gern was das kostete etc.

00:20:32: Also Norwegen ist ein unfassbar reiches Land aber der Reichtum beruht ja zumindest zu einem sehr großen Teil aus Erdöl.

00:20:40: Aber wenn man jetzt diesen Reichtum weglässt und einfach nur die Tatsache, dass da eine E-Mobilität Standard ist.

00:20:47: Das hat jetzt nichts mit dem Reichtumm des Landes zu tun?

00:20:49: Ja

00:20:49: doch natürlich!

00:20:50: Weil im Prinzip ich glaube das sehr viele Leute super gerne E fahren würden... Ich bin es mal mit einem Werkstattauto weil's eigentlich gerade in der Werkstelle war.

00:21:02: Eigentlich war ich damals nicht so der Fan, weil die Akkus diese in Umwelt schädlich und so weiter etc.

00:21:09: Wenn ich jetzt einfach mal nur den Fahrspaß bedenke es ist schon cool also macht schon Laune du hast den Lärm nicht, du hast ihn qualmlich et cetera.

00:21:18: Und wenn man jetzt mal dahin denkt okay Die Akkus werden wahrscheinlich auch mit anderen Metallen irgendwo gemacht dann umweltfreundliche usw.

00:21:24: Also es geht eh in die richtige Richtung.

00:21:26: alles klar Wenn du wirklich was größeres haben willst, ein Auto mit einer ordentlichen Reichweite und so weiter.

00:21:32: Dann kostet das auch Geld.

00:21:34: wenn jetzt das kein Geld kosten würde dann wären glaube ich sehr viele Leute auf ihr Auto längst umgestiegen.

00:21:41: weil wenn du jetzt sagst okay ich bin jetzt zwanzig Jahre Ich brauche eine auto aufgrund von Berufs oder familiäre Situatione oder wo ich halt lebe egal ich brauche einen Autor ok habe die Wahl zwischen dem fünfhundert Euro Benziner gebraucht oder vierzigtausend Euro im E-Auto, weil großen gebraucht mal gibt es dann auch noch nicht.

00:22:00: Also in dem Sinne von der Reichtum finde ich ist eine Grundvoraussetzung dass man sich eben das nachhaltige Grüne überhaupt erstmal anschauen kann.

00:22:09: Oder?

00:22:10: Es ist vielleicht doch einfach nur ein Mindset und ein Gedanke dahin wäre zum Beispiel der deutsche Familienvater wo die Kinder schon längst ausm Haus sind raucht er Ein dickes Auto mit einer PS.

00:22:27: Dann kommt der Status Symbol her, aber das ist nicht nachhaltig um unseren Podcast-Namen zu dropen.

00:22:33: Nein ich meine gut es ist immer so der persönliche Groll gegen Suffahrer wenn man da halt einfach einen dicken will er so keine Automark nennen Suf fahren sieht, Ultra-Hyper High End Turbo Diesel kostet irgendwie keinerlei neunzigtausend Euro und so weiter.

00:22:51: Und du siehst dann halt einfach wie eine einzelne Person im Schnitt diese keine Ahnung zweieinhalb Tonnen durch die Gegend fährt.

00:23:00: Denke ich mir auch jedes Mal Du verbrauchst Fläche.

00:23:02: Du verbauchst unnötig viel Ressourcen beim Bau dieses Autos auch Energie das quasi dein Hintern mit den zweieinhalb Tonnen Durch die Gegende gefahren wird.

00:23:12: Das steht einfach in keinem Verhältnis.

00:23:13: aber

00:23:15: Nur because i can und

00:23:17: das

00:23:17: ist der Punkt.

00:23:18: Und da sind wir wieder auf der Mindset-Ebene, auf dem emotionalen Ebene wenn jeder einzelne dieser finanziellen Möglichkeiten hat.

00:23:26: und mit so einem Unterfahren viele SUVs draußen rum die nach wie vor noch keine elektrifizierten Fortbewegungsmittel sind.

00:23:35: Wenn die das machen würden würden wir wahrscheinlich schon ein riesengroßen Schritt weiter sein.

00:23:38: was jetzt nur die CO² Emissionen aufgrund der Verbrennermotoren angeht

00:23:45: Ja, ich meine kann man natürlich auch noch weiterspinnen und sagen okay die drei AI der Großschiffer verbrauchen ja mehr als der deutscher PKW-Verkehr.

00:23:55: Und ist ja auch nur wirklich rein für Spaß.

00:23:58: Das heißt wenn man jetzt einfach still liegt dann hätte man quasi auch den großen Impact.

00:24:01: aber wieder die Komfort- und Luxusfrage.

00:24:05: Jemand will mir meinen Urlaub auf dem Kreuzschiff verbieten.

00:24:08: das geht gar nicht so im Prinzip.

00:24:10: wenn ich jetzt rein wissenschaftlich logisch rangeht und dann wäre das ja kein zweiter Gedanke wert, dass man sagt hey Leute der Ausstoß für Spaß und Freizeit.

00:24:21: Der steht hier in überhaupt keinem Verhältnis.

00:24:24: Man kann auch noch eine Stufe höher geben.

00:24:26: also es gibt deutlich größere Emidenten was klimaverändernde Gase angeht als jetzt allein nur der Fortbewegungsverkehr.

00:24:39: aber da sind wir wieder auf einer höheren Ebene.

00:24:41: Und genau das ist der Punkt, da redet man weiter.

00:24:43: Es gibt immer jemand, der schlimmer ist.

00:24:45: Das ist

00:24:47: ja... Was ist mit denen?

00:24:50: Warum soll ich jetzt meinen Luxus aufgeben damit die Großen weitermachen können?

00:24:55: Ganz einfache Antwort drauf Die großen wird es innerhalb kürzester Zeit nicht mehr geben weil sie gar nicht mehr arbeiten können.

00:25:01: Wenn ich mir jetzt allein das Thema der Gefahr auf die Lieferketten anschaue Wir haben jetzt eine Woche hinter uns, wo wir über thirty-fünf Grad in Österreich gehabt haben.

00:25:12: Seit was war das?

00:25:13: Zweitausend dreizehnt glaube ich der größte oder die höchste Wert, der gegen gemessen wurde.

00:25:20: Das deutet ja darauf hin, dass sich etwas verändert und wenn man diese ganzen Naturkatastrophen sich anschaut sei es Überschwemmungen, sei es Murenabgänge

00:25:27: usw.,

00:25:28: die diese Lieferketten unterbrechen werden Und dann im Vergleich sich einer Firma anschaut, die jetzt schon sich Gedanken drüber macht Wo hole ich meine Rohstoffe her?

00:25:39: Wie bearbe ich die, woher habe ich meine Energie oder wie produziere ich meine Energien.

00:25:44: Wo kommen sie her?

00:25:44: und das Ganze möglichst regional hält und mit einem Resilienz Gedanken einen Klimaresilience Gedanken daran geht, die wird jetzt weiter bestehen.

00:25:53: Das werden die neuen Großen sein.

00:25:56: alle anderen, die werden früher oder später nicht mehr weitermachen können weil eben Lieferkettenunterbrechungen uns weiter dazu führen dass die Firmen nicht mehr funktionieren

00:26:05: ist ein guter Punkt.

00:26:07: und in dem Sinn, um auch plakativ den Podcast-Namen häufiger zu verwenden was ja auch nicht nachhaltig ist.

00:26:15: Es sind extrem viele Unternehmen die in den letzten zehn, fünfzehn Jahren einfach große Teile der Produktion ins Ausland gelegt haben.

00:26:22: Absolut!

00:26:23: Und dann natürlich deutlich besserer CO²-Balancen auf einmal vorweisen konnten weil sie halt natürlich irgendwelche Gießereien oder ähnliches nicht mehr hier haben.

00:26:32: Na gut dann wird der Stahl halt aus Asien irgendwo informiert irgendwie als Rohware, sondern schon wirklich als Träger und so weiter.

00:26:44: Nettonachhaltiger ist man da nicht klar.

00:26:46: Als Land kann man dann sich auf die Schulter klopfen oder als Betrieb.

00:26:49: aber aus dem Grund finde ich – und ich glaube wenn ich es nicht falsch verstanden habe – dahin zielen ja auch die ganzen Lieferketten-Gesetze, Regulierungen etc.

00:26:58: ab, dass man ja nicht einfach nur sagt ne, nee, nee!

00:27:00: Ich hab super tolle CO²-Belanz weil ich verbrauche hier eigentlich gar nichts.

00:27:05: Aber klar, wenn ich die Rohmaterialien aus Ländern hier habe, die ganz anderen Fußabdruck dann irgendwo produzieren.

00:27:12: Dann ist es nur fair, wenn man das mit einrechnet.

00:27:14: Aber eben aus dem Grund meine ich auch... Ich fürchte oder da ist einfach nur eine Wahrnehmung dass es wahnsinnig schwierig wäre, wenn wir in Mitteleuropa wirklich uns als Ziel setzen würden okay aber wir haben nur eine Erde dürfen nur diese eine Erde verbrauchen, im besten Fall vielleicht mal eher so null neun Erden.

00:27:35: Dass man noch ein bisschen Spiel hat.

00:27:38: aber ist das tatsächlich dann irgendwo möglich?

00:27:41: Selbst wenn jeder einzelne sagt okay ich schau jetzt bei der Ernährung drauf nicht nur was sich erst sondern auch wo es herkommt Was ich anziehe wie ich wohne Wo mein Strom her kommt und und oder steh ich da quasi?

00:27:54: Irgendwo an einem gewissen punkt einfach an weil ich kann jetzt nicht sagen Ich gehe nicht mehr zum Arzt, weil so eine Gesundheitsversorgung und Medikamente, wo ja dann auch gigantische Pharmaunternehmen hinten dranstehen

00:28:06: etc.,

00:28:07: die würden dadurch ja nicht einfach abgestellt werden.

00:28:10: Also würde ich überhaupt auf zwei, eins Komma fünf oder Eins Erden runterkommen selbst wenn ich jetzt für mich beschließe dass sich mich extremst drastisch einschränke?

00:28:20: Oder geht es einfach gar nicht?

00:28:22: Wir werden's müssen!

00:28:23: Das ist ja der Punkt.

00:28:24: also die Natur wirds regulieren wenn wir nicht diejenigen sind, die jetzt handeln mit der Natur.

00:28:32: Die diejenige sein, die zukunftlich für uns handelt.

00:28:34: und das ist vielleicht auch dass was mir wichtig ist, dass man zwischendurch auch diesen Blick in die Zukunft setzt und sagt ja klar wir leben jetzt in der Gegenwart jetzt aktuell passt es und zwischen ruhig fünfunddreißig Grad ist immer ganz angenehm.

00:28:46: aber wenn ich das jetzt weiter denke Ich habe Kinder, Durstkinder Und die werden auch Enkelkinder haben in was von der Welt werden die Leben schon sehr, sehr gut erforscht hat die Malta ein Weltbild in dem ich nicht wollen würde dass meine Kinder oder Enkelkinder leben werden.

00:29:03: Deshalb dieser Zukunftsblick der führt schon zu einem Umdenken alleine.

00:29:08: und wenn man diesen Zukunftspiel sich auch verantwortungsbewusst vor Augen hält dann glaube ich ist die Tatsache das man emotional schon anders reagiert oder anders handelt an gewissen Punkten da.

00:29:23: Und dieses Umdenken, das kann im Kleinmarsch statt beim einzelnen Privaten sein.

00:29:29: Sei es bei der Mülltrennung, sei es beim Energieverbrauch oder auch bei der Art des Konsums wie du schon gesagt hast.

00:29:36: warum soll ich eine Sache nicht reparieren lassen?

00:29:39: Ja bloß weil ich jetzt ein Gerät kaufe was jetzt ein Nachhaltigkeitslevel drauf hat heißt es nicht dass es nachhaltig ist Wenn ich Geräte kaufe, wo ich weiß.

00:29:49: Die halten jetzt die nächsten zwanzig Jahre und dann kann ich es reparieren und halt noch mal zehn Jahre.

00:29:54: Das ist nachhaltig auch wenn's jetzt die Produktion vielleicht nicht gewesen ist.

00:29:58: Es ist ja dieser langfristige Gedanke der uns möglicherweise auf einen besseren Weg bringt.

00:30:04: Und in vielen Punkten geht es immer darum dass man einfach damals reflektiert und immer das Bild vor Augen hat wie meine Kinder oder Enkel zukünftig auf diesem Planeten leben werden.

00:30:14: Und da kann man nicht sagen so, hey ja die Technologie wird schon alles retten.

00:30:18: Ja der wird schon jemand was erfinden dass das in die Zukunft nicht so ausschaut.

00:30:22: Da gebe ich Verantwortung aus der Hand und dann bin ich nicht mal handlungsfähig.

00:30:26: Das ist richtig, ja.

00:30:28: Das heißt im Prinzip müssten wir erst einmal so werden wie Costa Rica Dann haben wir vielleicht schon ein bisschen mehr Zeit und dann schauen dass wir da irgendwo drunter kommen weil im Prinzip Alles was hier eigentlich über eins Erden isst müsste man ja plakativ sagen wäre nicht nachhaltig, weil wir stoßen ansonsten früher oder später immer irgendwo an.

00:30:50: Absolut!

00:30:51: Das sehe ich auch so.

00:30:54: Und ja gut, dann ist natürlich die Frage wie wir mit allem irgendwo runterfahren können.

00:30:57: Wie man das gestalten kann mein im Prinzip liegt es hier tatsächlich schon an jedem einzelnen liegt an jeder Kaufentscheidung und so weiter auch bei der Wahl.

00:31:06: klar es gibt Parteien den Klimaschutz und Nachhaltigkeit wichtiger andere nein der Wohlstand muss sicher sein usw.

00:31:14: Klar Wohlstände ist toll.

00:31:15: ich meine da blickt man natürlich als Europäer auf eine sehr lange Geschichte zurück und der Wohlstand, er wurde aufgebaut in Industrialisierung usw.

00:31:26: passt ja alles super.

00:31:27: und viele sagen halt das ist ja hoch verdient.

00:31:30: wo ich auch immer denke naja hast du dir den verdient?

00:31:32: Ich weiß es nicht!

00:31:33: Du wurdest halt glücklicherweise hierher geboren.

00:31:36: Es gibt unglaublich viele andere Länder die weniger Erden verbrauchen die vielleicht so bei einer Zehntelerde sind aber denen geht's auch richtig dreckig.

00:31:43: ich glaube kaum dass man dann einfach gerne mit ihnen irgendwo tauschen würde.

00:31:47: Aber trotzdem ein Stück weit dürfen wir uns quasi einfach nicht mehr ausruhen, weil eben wie gesagt das Umweltbewusstsein ist wahnsinnig hoch.

00:31:57: Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung ist wahnsinnig hoch klar von ein paar Klima-Extremisten irgendwo abgesehen und es schadet natürlich dann auch immer irgendwo der Idee oder den Image.

00:32:06: Das ist ehklar und man kann auch Umweltschutz und Wirtschaft durchaus vereinen auch wenn immer viele sagen nein das ist völlig unmöglich.

00:32:14: entweder Wohlstand oder Klima nahm.

00:32:17: zumindest viele Sachen kann man durchaus deutlich klüger irgendwo machen.

00:32:21: Aber man müsste sich dennoch irgendwo auch die Frage stellen, wie viel Komfort bin ich bereit einfach hier zu geben?

00:32:28: Weil ein Stück weit kämen wir nicht drumherum.

00:32:32: Da sind wir bei der philosophischen Frage.

00:32:36: Ich bin nicht der Meinung dass Klimaschutz und im Einklang mit der Natur oder dem Anklang in unserem Planeten zu leben gleichzeitig Verzicht bedeutet.

00:32:44: weil da muss man sich das mal anschauen was ist dann Verzucht?

00:32:47: Verzicht, dass es ab dem Zeitpunkt wo's mir abgeht.

00:32:49: Also wenn ich als Person sage das muss sich unbedingt haben und ich bekomme es in Zukunft nicht mehr dann ist es verzicht.

00:32:55: aber wenn ich kritisch hinterfrage ob ich gewisse Dinge brauche ob ich diesen diesen schnellen Verkehr brauch also dass ich da sie schnell irgendwo hinkommen oder obsenzreich dass ich mich aufs Rad setze und vielleicht eine halbe Stunde später ankomme Es ist glaube ich eher ein einen umdenken was es braucht Ein Umdenken jeder einzelnen Personen was die Lebensweise angeht und was auch unsere unseren Konsum angeht, im Endeffekt.

00:33:20: Und zwar legen was brauche ich eigentlich um glücklich zu sein?

00:33:22: und da gibt es sehr philosophische Theorien und auch Standards.

00:33:26: wenn man denkt das Glück kommt nicht aus Konsummation oder aus einer einem Besitztum heraus sagen sagt man ja auch immer so.

00:33:34: bloß weil jemand reich ist heißt nicht dass der Person glücklich ist und weil sie viel besitzt ein großes Haus hat.

00:33:40: Das Glück kommt kommt aus anderen aus sozialen Themen, aus Hormonausstoßung.

00:33:51: Das was wir jetzt gerade erleben mit dem Thema Social Media und so weiter schneller Konsum und schneller Dopaminschub ist natürlich das nicht das was uns unbedingt in die Hände gibt, was wir brauchen nämlich dass ein Rücküberlegen in eine Vergangenheit wo es mal anders gewesen ist und sich darauf zu besinnen.

00:34:09: Das bedeutet aber nicht unsere technologischen Errungenschaften aufgeben müssen.

00:34:15: Es braucht es glaube ich nicht, aber die Frage ist ob wir das in diesem Ausmaß brauchen und ob jeder alles das so konsumieren muss wie's uns irgendwie vorgegeben wird?

00:34:24: Da hast du grad was Perfektes gemacht und es würde dich tatsächlich als Schlusswort stehen lassen dass von der Rückbesinnung gesprochen.

00:34:33: da müsste man sich dann natürlich nochmal genauer drüber unterhalten.

00:34:39: Früher nachhaltiger Wand als heute oder wie das quasi ausgeschaut hat.

00:34:43: Würde ich sagen, kommt in der nächsten Folge!

00:34:46: Das schauen wir uns zur nächsten Folge an.

00:34:48: Sven danke für deine Zeit.

00:34:50: Ich danke dir, mach's gut!

00:34:51: Schönen schönen schöner Tag, ciao.

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